Workshops | Vorträge | Ausstellungen

Seit Jahren unterrichte ich im Rahmen von Workshops für die verschiedensten Organisationen und Einrichtungen wie ver.di, der Hochschule für Künste im Sozialen, LANDMARKer oder dpa, zumeist zu den Themen »Reportagefotografie«, »Straßenfotografie« oder »Reisefotografie«.

Außerdem halte ich Vorträge und coache Redaktionen im Umgang mit Fotografie.

---------------------------------------------------------------------------------------------------

»Die Strasse als Bühne«

Street-Photography-Workshop mit Prof. Rolf Nobel,
2. bis 9. September 2017 in Hannover,
ausgerichtet von der ver.di-Medienakademie beim ver.di Bildungswerk Niedersachsen

»Fotografieren heißt den Atem anhalten, wenn alle unsere Sinne danach streben, die flüchtige Wirklichkeit einzufangen«. Der Satz stammt von Henri Cartier-Bresson und er hat ihn auf die Fotografie allgemein gemünzt. Die Suche nach dem »magischen Moment«, wo aber ist sie bedeutsamer als in der Straßenfotografie?

Eine gute Straßenfotografie zeigt in einer Art Grundsituation Menschen im urbanen Umfeld, deren Mimik, Gestik, Körpersprache oder Interaktion in der Beziehung zum städtischen Raum eine gewisse Allgemeingültigkeit ergeben, die über den eigentlichen, winzigen Moment der Aufnahme hinaus geht. Mensch und Raum stehen gestalterisch in einer Beziehung zueinander: aus einem Spannungsfeld zwischen Harmonie und Dissonanz ergibt sich die Grundsituation. Die meisten Straßenfotografen machen sich bis zum Drücken des Auslösers so gut wie unsichtbar. Erst das blitzschnelle Heben der Kamera und das Auslösegeräusch rückt sie in die Wahrnehmung ihrer Protagonisten. Aber dann ist die Szene zumeist schon im Kasten. Situation, Moment, Ausschnitt, Licht, Distanz – alles muss von dem Fotografen in rasend schneller Geschwindigkeit erfasst und zu einem Bild zusammengefügt werden. Die Straßenfotografie, da gibt es kein Drumherumreden, ist eine besonders aggressive Form der Fotografie. Hier ist der Fotograf im direkten Sinne Jäger und Sammler. Denn das ungefragte Ablichten von Menschen auf der Straße ist zumeist nicht nur ein Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte, es ist der Arbeitsweise der Papparazzi gar nicht so unähnlich.

Zurzeit lebt etwa die Hälfte der Menschheit in Städten. Tendenz steigend. Das schreit geradezu nach der fotografischen Auseinandersetzung mit der Urbanität. Die Straßenfotografie ist dazu ein adäquates Mittel und vielleicht erklärt das auch ihre wachsende Bedeutung.

Vermittelt werden soll die visuelle Bedeutung der Straßenfotografie für unser Bild von historisch-kulturellen Abschnitten gesellschaftlicher Verhältnisse. Erlernt werden sollen in dem Workshop die rechtlichen, formalen und inhaltlichen Grundlagen der Straßenfotografie, sowie die verschiedenen Methoden des Vorgehens beim Fotografieren. Diskutiert werden soll dabei auch die Abwägung zwischen den rechtlichen Rahmenbedingungen, die u.a. durch das Grundgesetz, das Kunsturberrechtsgesetz und das Strafgesetzbuch geregelt werden und dem historischen Bedürfnis nach der fotografischen Dokumentation gesellschaftlicher Entwicklungsphasen.

Kosten
500 € Seminargebühren inkl. Materialien (400 € für dju/ver.di-Mitglieder)
Unterkunft und Verpflegung muss von den Teilnehmern selbst organisiert werden.
Unsere günstigen Hotelkonditionen stellen wir gerne zur Verfügung.
Infotelefon: 0511 12400 414
Der Workshop ist als Bildungsurlaub anerkannt

Anmeldung
Die Online-Anmeldung können Sie über
https://dju.verdi.de/service/veranstaltungen/++co++e2222d66-f4f8-11e6-a405-525400423e78
vornehmen